| Hippolyte Jules Lefebvre, geboren
1863 in Lille / Nord-Frankreich, war zu Lebzeiten ein geschätzter Bildhauer.
Zeugnisse geben einige Prestigeaufträge: Er hat am Skulpturenschmuck von Sacre
Coeur auf Montmartre und am Grand Palais in Paris mitgewirkt. Ferner hat er
am Stadttheater von Lille, der Französischen Botschaft in Wien und am Rathaus
von Roubaix gearbeitet. Diese öffentlichen Arbeiten sind in ihrer patriotischen
Emphase oft schwer zugänglich. Freier, im Vergleich zu diesen Arbeiten fast
revolutionär wirken seine Handzeichnungen. Selbst im Vergleich mit den Zeitgenossen, die wir als Vorläufer aktuellerer Kunstrichtungen zu sehen gewohnt sind, haben sie einen eigenen Charme. Kann man ihn sogar als Wegbereiter abstrakter Komposition bezeichnen? Bemerkenswert ist jedenfalls der Abstraktionsgrad einiger seiner intimen Zeichnungs-Kompositionen, die er andererseits aber dennoch betitelt und dadurch in den Rang autonomer Kunstwerke erhebt. Eine weitere Besonderheit liegt in seiner Zeichenweise, teils hat er die Lavierung nicht mit dem Pinsel, sondern mit dem bloßen Finger aufgetragen! |
Hippolyte Jules Lefebvre était un sculpteur
et médailleur de renom, comblé d’honneur de son vivant – grand prix de Rome
de sculpture, médaille d’or à l’Exposition universelle de 1900, membre de
l’Institut (Académie des beaux-arts), officier de la Légion d’honneur…. |