| Bis zur großen Retrospektive im Jahre 2003 stand der Name
Piloty im wesentlichen für die gleichnamige Schule. Kaum ein bedeutender Maler
Münchens und großer Teile des (östlichen) Europa des späten 19.Jahrhunderts
fehlte in seiner Schülerliste. Wohl nicht zu Unrecht wird ihm zugeschrieben, die "Farbe in die Münchener Kunst eingeführt" zu haben. Seine Hauptwerke in der Neuen Pinakothek in München wurden zwar nie völlig ins Depot verbannt, im übrigen war er praktisch vergessen. Eine gewisse Uniformität ist seinen Monumental-kompositionen nicht abzusprechen, ob dies auftragsimmanent ist, bleibt zu klären. Die hier ausgestellten Zeichnungen zeigen, wie umfassend Piloty seine Werke vorbereitet, immer wieder wird die einmal gefundene Komposition in Frage gestellt, die Verteilung der Anteile, der Volumina, neu überdacht, dabei werden die Strategien spontan auf dem Papier mit dem Stift fixiert. Er stellt die Figuren immer neu - wie ein Theaterregisseur. (Aufschlussreich besonders die Studien zur "Liga" und die multiplen Varianten auf dem Blatt zu Schillers "Bürgschaft") Wie kaum einmal kann man den schöpferischen Prozess in der Entstehung verfolgen. |
Karl Theodor von Piloty était toujours
estimé comme professeur, comme directeur d’académie qui a laisse ses empreints
sur toute une génération d’artistes non seulement à Munich, mais dans l’Europe
entière, surtout de l’Est. Nul ne lui a jamais disputé ses capacités de peintre
d’histoire. |
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