Inkunabel der alten Münchner Kunst. Eines der wenigen Beispiele der Vor-Sustris-Ära.
Hans Bocksberger der Ältere, wohl der wichtigste Vertreter einer von Giulio Romano inspirierten Monumentalmalerei in Bayern und Österreich. Von ihm stammt ein Teil der Ausmalung im giuliesken "Italienischen Bau" der Residenz in Landshut und die der Schlosskirche in Neuburg.
Vorzeichnung zu einem der Deckenbilder im alten Lusthaus (Gartenschlößchen) im Hofgarten. Es fand sich an der Stelle der heutigen  Staatskanzlei, war aber bereits zugunsten einer Kaserne im 19. Jahrhundert abgerissen wurde. Ironie des Schicksals, das ausgerechnet eine Zeichnung der Parzen von der älteren Geschichte der Staatskanzlei überlebt hat.
Hans Bocksbergers Vaterschaft für die Malereien ist (mit Ausnahme von Heinrich Geissler) wegen angeblicher Unvereinbarkeit von Bau- und Lebensdaten zugunsten von Melchior Bocksberger und sogar Hans Postma in Frage gestellt worden. Die Entdeckung der Zeichnung, bisher einzig sicheres Blatt vom alten Bocksberger, ist eine glänzende Bestätigung von Geisslers Kennerschaft. Es erlaubt, eine weitere Zeichnung (Ganymed und der Adler in Wolfegg, Inv. K 67, zitiert nach S. Kaeppele, Bocksberger, Salzburg 2003) Hans d. Ä. zuzuschreiben. Die traditionelle Zuschreibung eines dritten Blattes in der Albertina wird durch eine zeitgenössische Zuschreibung, eines vierten in Stuttgart stilistisch gestützt.

  Les trois Parques (également une allégorie des âges, la jeunesse, l'âge mûr et la vieillesse).
Dessin préparatoire`à une partie du plafond du Lusthaus à Munich. Rare exemple de l'activité artistique en Bavière d'avant l'arrivée de Friedrich Sustris.
Ce dessin aurait plu à Heinrich Geissler qui a toujours prôné la paternité de Hans Bocksberger le vieux pour la décoration du Lusthaus, petit pavillon de plaisance au jardin de la résidence à Munich, détruit au profit d'une caserne (aujourd'hui à nouveau siège des Parques = la chancellerie du Freistaat). D'autres avaient proposé Mechior Bocksberger ou même Herman Postma comme auteurs, surtout à cause de une présumée incompatibilité entre la datation du batiment.et la date de la mort de Hans le vieux. En fait, ces dates sont parfaitement compatibles. Ce dessin est pour l'heure l'unique dessin sûr de l'artiste qui se faisait l'apôtre des idéaux de Giulio Romano au nord des alpes.